23.04.2026
Lichtmess-Symposium

Lichtmess ist im übertragenen Sinne die Zeit des Lichtes. Ein willkommener Anlass, tief in die Geschichte der Stadt Mühlberg einzusteigen und so luden gleich drei Partner, die Arbeitsgemeinschaft für Heimatkunde e.V., das Mitteldeutsche Marionettentheater Bad Liebenwerda und die evangelische Kirchengemeinde Mühlberg, zu einem Lichtmess-Symposium am 31.01.2026 in das Diakonat nach Mühlberg ein. In dieser Veranstaltung drehte sich alles um die imposante und vielschichtige Geschichte der mittelalterlichen Doppelstadt und ihrer Umgebung.

Nach der herzlichen Begrüßung durch die Hausherrin, Pfarrerin Pieper, und den begleitenden Worte durch Bürgermeister Schöne eröffnete Marion Waldmann den Reigen der Fachvorträge, indem sie das Mühlberger Kirchenarchiv aus dem Blickwinkel ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit vorstellte. Ralf Uschner folgte mit interessanten Ausführungen zu den frühesten Urkunden rund um Kloster und Stadt Mühlberg. Fachlich daran anschließend folgte der Numismatiker Ulf Lehmann aus Herzberg, indem er die mittelalterliche Münzprägestätten in Mühlberg und Liebenwerda näher beleuchtete. Nach einer diskussionsreichen Kaffeepause stellte Dr. Gerd Günther das Leben der Mühlberger Bürger, am Beispiel seiner Mühlberger Vorfahren, im 17. Jahrhundert vor. Peter Grobe schlug einen Bogen zum Mühlberger Umland, indem er die Geschichte und das Bauwerk der Boragker Dorfkirche vorstellte. Abschließend stellte Paul Böckelmann das Projekt und den Baufortschritt des Skulpturengartens »Nummer Eins« in Altenau vor.

Zum Mittag gab es die unter Heimatfreunden schon traditionelle Kartoffelsuppe mit Bockwurst. Angeregt durch die vorgenannten Fachvorträge bot das gemeinsame Mittagessen in den Räumlichkeiten des Diakonates viel Platz für angeregte Gespräche und Fachsimpelei. Alte Kontakte wurden aufgefrischt und neue geschlossen. 

Am Nachmittag schloss sich eine Führung mit Pater Alois im Altstädter Kloster Marienstern an. Er stellte sehr lebendig das Kloster und das Leben der Nonnen bis zur Säkularisierung vor. Den Veranstaltungsreigen beendete Marion Waldmann, unter den Klängen des Posaunenchores Mühlberg, in der Neustädter Frauenkirche mit einer interessanten Kirchenführung.

Abschließend möchte ich nicht versäumen, die vielen fleißigen Helfer, die im Hintergrund wirkten, die das Essen vorbereiteten und organisierten, Stühle stellten, die Räumlichkeiten dekorierten, die Küchenarbeiten leisteten und Kaffee kochten und die Unkosten kassierten, zu erwähnen.

Für all diese kleinen aber wichtigen organisatorischen Dinge ein herzliches Dankeschön! Dadurch wurde das Lichtmess-Symposium zu einer perfekt organisierten Veranstaltung.

Gerd Günther


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