22.01.2026
KINDER
Müllsammelaktion der Greenkids
In diesem Jahr war es mit der Müllsammelaktion schon ein bisschen spät, denn das Gras ist dann schon hochgewachsen. Aber es gab dennoch reichlich Müll zu entdecken, vor allem unzählige Zigarettenkippen. Das machte die Greenkids sehr betroffen. Jahr für Jahr landen weltweit schätzungsweise 4,5 Billionen Kippen auf dem Boden, an Stränden und in Flüssen. Das hat erhebliche Folgen für die Umwelt: es belastet Böden, Gewässer und bedroht die Gesundheit von Mensch und Tier. 10 Jahre benötigt eine Kippe, bis sie vergeht. Diesen gefährlichen Sondermüll sammelten wir also fleißig ein und entsorgten ihn ordnungsgemäß wie auch alles andere Gefundene an Glas und Plastik. Ein Stück sauberer ist damit wieder unsere nahe Heimat geworden.
16. KinderKirchenNacht in Koßdorf
„Siehe, ich mache alles neu“, so lautet die Jahreslosung für das Jahr 2026. Für die Kirche in Koßdorf kann man das nach jahrelanger Renovierungsarbeit auch sagen. Umso schöner war es, dass die 16. KiKiNa dort stattfinden konnte und die Kinder die Kirche auf besondere Weise entdeckten. Suchbilder, Worträtsel und vieles mehr füllten das Entdeckerbuch. Zwischendurch gab es verschiedene Bastelangebote, u.a. ein Kirchentäschchen für alle Bastelschätze. Oder die Steinmetzarbeit als Herz oder Kreuz gesägt und gefeilt. Ein Gesamtkunstwerk wurde mit der Farborgel hergestellt und ist jetzt als ein wunderschönes Kirchenfenster ausstellbar. Bis zur Dunkelheit des Abends kam also keine Langeweile auf. Nach dem Mitternachtssnack erwartete alle vor dem Altar eine meditative Abendandacht. Nach diesem Ruhepol hieß es nun in der Kirche nächtigen – spannend und aufregend zugleich. Und bei so manchen „Tiefatmern“ in der Nacht hatten die Holzwürmer und Kirchenmäuse wohl keine Ruhe. Mit Morgensport beim „Gute Laune“-Lied begann der neue Tag. Dann hieß es den Gottesdienst vorzubereiten. Unter dem Motto „Siehe, ich mache alles neu“ aus Offb 21,5 wurde miteinander gesungen, gebetet und auch gebaut. Kinder brachten besondere Steine, z.B. den roten Stein der Liebe. Sie ist das Fundament. Der gelbe Stein stand für die Hilfsbereitschaft. Der blaue Stein als Stein der Dankbarkeit durfte natürlich auch nicht fehlen. Aber mit dem grünen Stein kam dann das Wichtigste für den Zusammenhalt aller Steine, nämlich der Stein der Gemeinschaft aller Kinder Gottes. Aus ihr kann immer wieder Neues entstehen und Kirche ganz lebendig sein lassen. Das durften die Kinder der KiKiNa miteinander erleben. Wie schön, dass so etwas möglich ist.
Herzlichen Dank an die Kirchengemeinde Koßdorf, die helfenden KonfirmandInnen und die vielen fleißigen Unterstützerinnen hinter den Kulissen, die diese Zeit in aller Gemeinschaft so unvergesslich machten.
Wandertag der Reli-Kids 6. Klasse
6 Jahre Reli-Unterricht – Das sind eine große Treue und jede Menge Lernerfahrungen und Allgemeinbildung, die die Reli-Kids gemacht haben. Nun heißt es Abschied nehmen und neue Wege an anderen Schulen gehen. Doch zuvor sollte es auf zum Wandertag in die Residenzstadt Torgau gehen. Die multimediale Werteausstellung „Wurzeln und Flügel“ lud zu einer ganz besonderen Reise ein und die Kids durchliefen verschiedene Räume: Schulhof, Dachboden, Wohnzimmer, Jugendzimmer oder Küche und gingen den folgenden Fragen nach:
Wie sieht die Welt aus der Perspektive von Dreijährigen aus? Weshalb war es so spannend, im Schrank der Eltern zu verschwinden? Wo und wann entsteht ein Interesse für oder gegen etwas? Analog oder digital – welches ist meine bevorzugte Welt? Werte und Sinn ließen sich hier erspüren. Im Anschluss wurde in der historischen Schreibstube an dem Projekt „Bibel abschreiben“ teilgenommen. Seit 2007 wird die Bibel handschriftlich – je ein Vers von einer anderen Person – abgeschrieben. Das erforderte beste Konzentration und die schönste Handschrift. Danach besuchten wir die Stadtkirche „St. Marien“. Stattlich groß und erhaben und mit der Grabplatte von Katharina von Bora, der Ehefrau von Luther, eine besondere Kirche. Sie flüchtete einst mit ihren zwei jüngsten Kindern vor der Pest in Wittenberg nach Torgau. Auf dem Weg verunglückte die Kutsche, einige Zeit später verstarb Katharina an den Folgen. Martin Luther ist mit Torgau sehr verbunden, weilte er ca. 60-mal hier und weihte 1544 die Schlosskappelle als ersten protestantischen Kirchenbau ein. Auch die schauten wir uns an. Torgau hat also historisch viel zu bieten. Leider war der Hausmannsturm wegen Vandalismus gesperrt und so tobten sich die Kids dann auf dem Spielplatz aus. Mit leckerem Eis und guten Erinnerungen an einen schönen Abschlusstag ging es dann über die Elbe wieder nach Hause.